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Widerrufsjoker sticht auch bei Forward-Darlehen

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Der Widerrufsjoker sticht auch bei Forward-Darlehen, die nach dem 10. Juni 2010 abgeschlossen wurden, wenn die verwendete Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist. Durch einen erfolgreichen Widerruf können Verbraucher die Zinslast für ihre Baufinanzierung senken und auch eine Nichtabnahmeentschädigung wird nicht fällig.

 

Die Zinsentwicklung kannte in den vergangenen Jahren hauptsächlich eine Richtung: abwärts. Das ist für Verbraucher, die ein Darlehen z.B. zur Immobilienfinanzierung aufgenommen haben, zwar erfreulich. Gleichzeitig ist es aber auch ärgerlich, wenn sie trotzdem einen deutlich höheren Zinssatz zahlen müssen als heute üblich.

 

„Als die Zinsen Mitte 2010 bereits deutlich gefallen waren, wollten sich viele Verbraucher, die ein Immobiliendarlehen abgeschlossen hatten, den vermeintlich günstigen Zinssatz für weitere Jahre sichern und schlossen sog. Forward-Darlehen ab, die ggf. noch gar nicht ausbezahlt wurden. Zu dem Zeitpunkt hatte kaum jemand damit gerechnet, dass die Zinsen noch weiter in den Keller gehen würden. Da die Bauzinsen aber noch weiter gefallen sind, ist aus dem vermeintlich günstigen Forward-Darlehen ein Kredit mit einem vergleichsweise hohen Zinssatz geworden. Aus dieser Klemme können sich die Verbraucher mit einem erfolgreichen Darlehenswiderruf befreien und dann von dem günstigeren Zinssatz profitieren“, sagt Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Wiesbaden.

 

Die Tür zum Widerruf haben die Banken selbst geöffnet, indem sie eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung verwendet haben. Die ING-DiBa hat beispielsweise vielfach die Kreditlaufzeit nicht als Pflichtangabe aufgeführt. Diese Pflichtangabe wäre für den Beginn der Widerrufsfrist aber zwingend erforderlich gewesen. Die Konsequenz ist, dass der Darlehensvertrag auch heute noch widerrufen werden kann. Cäsar-Preller: „Dieser Fehler ist nicht nur der ING-DiBa, sondern auch anderen Kreditinstituten unterlaufen.“

 

Ein weiterer auffallender Fehler, der sich verbreitet in Widerrufsbelehrungen der Sparkassen findet, ist die fehlende Nennung der Aufsichtsbehörde. In den Verträgen wurde diese Nennung zwar als Pflichtangabe aufgeführt, tatsächlich wurde die Aufsichtsbehörde aber nicht genannt. Dadurch wurde auch in diesen Fällen die Widerrufsfrist nicht in Lauf gesetzt.

 

„Für Verbraucher, die ihr Darlehen widerrufen möchten, lohnt es sich also, den Darlehensvertrag noch einmal genau prüfen zu lassen und durch einen erfolgreichen Widerruf eine Menge Geld zu sparen“, sagt Rechtsanwalt Cäsar-Preller.

 

Die Kanzlei Cäsar-Preller prüft kostenlos, ob die Voraussetzungen für den Darlehenswiderruf vorliegen.

 

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Mehr Informationen: http://www.der-widerruf.de/

 

 

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